Qualitäts-Kultur-Kinoabend Basel: «Zirkus is nich» / Dominik und die Suche nach seiner verlorenen Kindheit
- Raphaël Zimmermann
- 19. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Qualitäts-Kultur-Kinoabend: «Zirkus is nich» / Dominik und die Suche nach seiner verlorenen Kindheit im Stadtkino Basel
Kindheit in Armut und Vernachlässigung und deren Folgen für die Entwicklung: Wie können Kinder und Eltern unterstützt werden und gibt es einen Ausweg?
Zirkus is nich (Teil 1)
D 2007, 43 min, Regie: Astrid Schult
Der Dokumentarfilm «Zirkus is nich» portraitiert den 8-jährigen Dominik, der mit seinen Geschwistern und der alleinerziehenden Mutter in Berlin-Hellersdorf lebt. Viel zu erwachsen für sein Alter, kümmert er sich um seine kleine Schwester. Trotz seiner großen Verantwortung fordert er die Aufmerksamkeit seiner Mutter ein. Immer im Konflikt zwischen seinen Pflichten in der Familie und den eigenen kindlichen Wünschen, versucht er sein Leben zu meistern. Der Film nimmt die Perspektive von Dominik ein und erzählt die Geschichte aus der außergewöhnlichen Sicht eines kleinen Jungen, der kein kleiner Junge mehr ist. (Lichtblick Kino Berlin)
Pause und gemeinsamer Apéro
Zirkus is nich – Dominik und die Suche nach der verlorenen Kindheit (Teil 2)
D 2023, 63 min, Regie: Astrid Schult
«Man kann die Zeit halt nicht mehr zurück drehen…», sagt der 25-jährige Dominik mit Blick auf seine schwierige Kindheit. 17 Jahre nach dem ersten Film trifft die Regisseurin Astrid Schult den erwachsenen Dominik wieder. Nach dem Film «Zirkus is nich» im Jahr 2007 berichteten Fernsehen, Hörfunk und Zeitungen in ganz Deutschland über Dominik. Es ging um Kinderarmut, aber auch um Vernachlässigung. Etwa zwei Jahre später wird Dominik aus der Familie genommen und kommt in eine Jugendhilfeeinrichtung. Der Kontakt zur Autorin bricht jedoch nie ganz ab. Dieser Film wurde im Jahr 2023 produziert. Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert. (Lichtblick Kino Berlin)
Basierend auf den eindrücklichen Berliner Dokumentarfilmen wurde im Anschluss an die Filmvorführung in einer Podiumsdiskussion in einer interdisziplinären Fachrunde mit Einbezug der Fachpersonen im Publikum darüber gesprochen, wie eine gute Entwicklung der Kinder möglich wäre, trotz der sehr schwierigen sozialen Lebensrealität. Dominik und seine Familie leben in Berlin, auch in der Schweiz leben viele armutsbetroffene Kinder, darauf wurde der Fokus in der Diskussion gelegt.
Datum und Ort
Dienstag, 16. Dezember 2025, 18.00 – 21.00 Uhr / Stadtkino Basel, Klostergasse 5, 4051 Basel mit einem Apéro zwischen den beiden Filmen
Teilnehmende Talk-Runde
Sabine Brunner, Psychologin und eidg. anerkannte Psychotherapeutin. Wissenschaftliche Mitarbeiterin Maria Meierhofer-Institut für das Kind
lic.iur. Maria Jurkovic Löffler, M.A. Bereichsleiterin Existenzsicherung + Sozialberatung und Geschäftsleitungsmitglied Sozialhilfe Basel-Stadt
Claudia Regenass, Sozialarbeiterin FH, Vizepräsidentin Spruchkörper Il, KESB Birstal
lic. jur. Flurina Barblan, Advokatin, Kindsvertreterin
Moderation:
Nebojša Scekic


