Sexualisierte Onlinegewalt: Kinder und Jugendliche im digitalen Raum schützen
- 8. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Sexualisierte Onlinegewalt stellt den Kindesschutz vor neue Herausforderungen – die Qualitäts-Werkstatt in Zürich beleuchtete Risiken, Präventionsansätze und konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Praxis.
Digitale Technologien gehören zum festen Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen. Mit der Nutzung digitaler Medien sind Chancen aber auch Risiken verbunden. Zu diesen Risiken gehört auch sexualisierte Onlinegewalt gegen Kinder und Jugendliche. Diese kann verschiedene Formen annehmen: Cybergrooming, bei dem Erwachsene online gezielt sexuelle Kontakte zu Minderjährigen anbahnen; Missbrauch durch Sexting, also das Weiterleiten intimer Bilder oder Erpressung damit; ungewollte Konfrontation mit pornografischen Inhalten und viele mehr. Dabei können sowohl Erwachsene als auch Gleichaltrige als Täter:innen auftreten. Die Folgen für Betroffene sind oft schwerwiegend und langanhaltend, was die Dringlichkeit präventiver und interventiver Massnahmen unterstreicht.
Die Qualitäts-Werkstatt bot Raum für fachlichen Austausch, praxisnahe Diskussionen und die gemeinsame Entwicklung von Handlungsperspektiven. Im Mittelpunkt standen folgende Fragen:
Welche Formen sexualisierter Onlinegewalt werden unterschieden? Welche Strategien wenden Tatpersonen an?
Wie können Fachpersonen Anzeichen von sexualisierter Onlinegewalt bei Kindern und Jugendlichen erkennen?
Welche Interventionsmöglichkeiten gibt es bei Verdachtsfällen? Wie können betroffene Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien unterstützt werden?
Wie und wo kann wirkungsvoll Prävention geleistet werden? Wie kann man Kinder und Jugendliche für die Thematik sensibilisieren, ohne sie zu verängstigen?
Wie können Fachpersonen im Kindesschutz in einem sich rasant entwickelnden Technologiefeld handlungsfähig bleiben?
Kooperationspartner
Qualitäts-Werkstatt Zürich in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kindheit, Jugend und Familie der ZHAW Soziale Arbeit
Datum/Zeit
Dienstag, 2. Juni 2026, 17.30 – 19.00 Uhr mit anschliessendem Apéro
Ort
ZHAW Soziale Arbeit, Pfingstweidstrasse 96, 8005 Zürich, Raum: 8.T73 (8. Stock, Turm, Toni-Areal)
Zielgruppe
Die Qualitäts-Werkstatt adressiert Fachpersonen unterschiedlicher Professionen und Disziplinen des zivilrechtlichen, strafrechtlichen und freiwilligen Kindesschutzes mit Abklärungs-, Unterstützungs- und Entscheidungsaufgaben im Kindesschutz sowie weitere Interessierte.
Inputgeber:innen
Prof. Dr. Rahel Heeg, Co-Leiterin Institut Kinder- und Jugendhilfe, Hochschule für Soziale Arbeit, Fachhochschule Nordwestschweiz
Fw mbA Thomas Werner, Chef Spezialermittlungen Kinderschutz, Stadtpolizei Zürich
Martina Amrein, Beraterin, Beratungsstelle kokon
Moderation
Cora Bachmann, Mitglied der Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz, Mitglied der Geschäftsleitung akompa GmbH
Clarissa Schär, Co-Präsidentin der Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz
Organisation der Werkstatt
Clarissa Schär, Co-Präsidentin der Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz
Cora Bachmann, Mitglied der Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz, Mitglied der Geschäftsleitung akompa GmbH
Manuela Abdelhadi, Mitglied der Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz, Ersatz-Behördenmitglied, Fachbereich Soziale Arbeit, KESB Uster
Andreas Jud, Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz, Leiter Team Kindes- und Erwachsenenschutz an der ZHAW Zürcher Hoch-schule für Angewandte Wissenschaften, Departement Soziale Arbeit


